Soziale Aktivitäten & Projekte Buchholz

Das soziale Engagement der St. Petrus Kirche

Die Kirche verfügt "über viele Talente und Charismen. Wo sie zusammenfinden, haben wir nicht nur genügend Potential, sondern vor allem auch die innere, geistige Kraft, auch in unserer Zeit dem Menschen in seiner vielfältigen Not beizustehen."
(Bamberger Erzbischof Dr. Ludwig Schick, Vorsitzender der Kommission Weltkirche)

Amnesty International

60 jahre alt wurde im Dezember 2008 die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Unter dem Eindruck der schweren Menschenrechtsverletzungen der beiden Weltkriege wurde sie von den Vereinten Nationen verabschiedet mit dem Ziel und der Wunschvorstellung, eine Welt "frei von Not und frei von Furcht" errichten zu können.

Heute, sechzig Jahre später, wird die Wirksamkeit der Menschenrechtserklärung nüchterner beurteilt, denn parallel mit jedem Fortschritt der Menschenrechtslage mussten leider auch immer wieder Rückschritte beobachtet werden.

Amnesty International, eine der großen Menschenrechtsorganisationen, vertritt die Auffassung, dass keine Ideologie die Inhaftierung, Folterung oder gar Tötung Andersdenkender rechtfertigt.  Wir kümmern uns um Menschen, die allein wegen der Wahrnehmung ihrer politischen, religiösen, gewerkschaftlichen oder kulturellen Rechte verfolgt oder bedroht sind.

Die lokale Gruppe 1528 Buchholz/Landkreis Harburg von Amnesty International trifft sich jeden Monat im Pfarrheim der St. Petrus Gemeinde.

Kontakt über: 
Frau Magdalene Saulich 
Tel.: 04181 / 4524 

Krankenhaus-Besuchsdienst

Der St. Petrus-Kirchbus

Liebe Gemeindemitglieder, wißt Ihr eigentlich, dass wir einen gut organisierten Bus-Fahr-Dienst zu den Gottesdiensten anbieten können.

Zum Besuch des sonntäglichen Gottesdienstes oder anderer gemeindlicher Veranstaltungen werden Sie von zu Hause abgeholt und anschließend wieder zurückgebracht.

Ob Sie in Buchholz oder in der Umgebung wohnen ist egal. Nur Mut! Wir tun diesen Dienst gern für Sie.

Wir suchen noch 2 Fahrer für das St. Petrus-Busfahrerteam.

Seit mehr als 10 Jahren werden jeden Sonntag Gemeindemitglieder, die das möchten, zum Gottesdienstbesuch abgeholt und anschließend wieder nach Haus gebracht.

Eine Gruppe von 9 Fahrern organisiert diesen wichtigen Dienst in unserer Gemeinde.

Wer diesen Dienst gerne tut und das Busfahrerteam verstärken möchte, melde sich bitte im Pfarrbüro bei Kathrin Simon (04181 / 98037)

Kirchenbus

Kirchenbus

Mittagstisch St. Petrus

Jeden Freitag um 12:30 Uhr geben wir ein Mittagessen mit Nachtisch aus. Dieses wird von uns mit viel Begeisterung frisch vorbereitet und liebevoll serviert. Ja, es wird "serviert", d.h. unsere Gäste werden an ihren Tischen bedient. Es gibt sogar Blumenschmuck... Anschließend reichen wir Kaffee und Kuchen.

Eingeladen ist jede und jeder Hungrige.

Nach dem Essen bauen wir im Vorraum des Pfarrheims unseren "Laden" auf. Hier verschenken wir gespendetes Brot, Brötchen, Gemüse und andere Lebensmittel, die wir für das Mittagessen nicht benötigen.

Gespendet werden die Lebensmittel von Buchholzer Geschäftsleuten, die Lebensmittel werden von ehrenamtlichen Helfern abgeholt. Zu unserem Helferteam gehören ca. 15 Frauen aller Konfessionen.

Natürlich benötigen wir auch Geld für den Einkauf zusätzlicher Lebensmittel. Deshalb steht am Eingang eine Spendenbüchse. Da wirft jeder so viel hinein, wie er es sich leisten kann. Es ist immer soviel, dass wir das zukaufen können, was nötig ist.

Mittagstisch

Mittagstisch

Die Küchenfeen von St. Petrus
In Buchholz lädt die Gemeinde wöchentlich ein zu Mittagstisch und Tafel

Buchholz (ma). Vor der Tür steigt dem Gast der Geruch von Grünkohl in die Nase. Im Pfarrheim der Gemeinde St. Petrus kommt ein Duft von frisch gebackenem Apfelkuchen hinzu. Es ist 12 Uhr. In einer halben Stunde werden rund 60 Menschen zum Mittagstisch mit anschließender Tafel kommen.

Wie an jedem Freitag hat der Tag für Regina Voßberg und ihr Team früh begonnen. Um 8 Uhr ist Treffpunkt für die Küchenfeen von St. Petrus. Kiloweise Kartoffeln müssen geschält, Grünkohl mit Kochwurst und Kassler vorbereitet, Tische gedeckt, frische Blumen in Vasen verteilt und ein reichhaltiges Kuchenbüfett vorbereitet werden – bis etwa 16 Uhr werden die Frauen zu tun haben.

„Langweilig wird es nicht“, sagt Monika Sänger, während sie den riesigen Topf mit Grünkohl umrührt. Seit vier Jahren gehört die 61-Jährige fest zum Mittagstisch- Team. „Es ist ein guter Dienst und man bekommt so viel von den Menschen zurück“, sagt sie. Regina Voßberg nickt. Sie ist fast von Anfang an dabei. Mittlerweile koordiniert sie die Frauen. Seit mehr als 15 Jahren lädt die St.- Petrus-Gemeinde jeden Freitag um 12.30 Uhr zum Mittagstisch ein. Gedacht ist er auch, aber nicht nur für Bedürftige.

Die Reste werden im Anschluss verteilt

So kommen viele Alleinstehende seit Jahren. Wer kann, wirft einen kleinen Obolus in eine aufgestellte Spendendose. Man trifft sich, klönt und bekommt noch ein leckeres Mittagessen mit Nachtisch. Auch für Kaffee und Kuchen ist gesorgt. Ermöglicht wird das Ganze durch die Lebensmittelspenden von Buchholzer Supermärkten und Bäckereien, die die Frauen mit ihren Privatautos abholen. Was nicht zum Kochen benötigt wird, wird hinterher in einer Art Tafel verteilt. Frischer Salat, Joghurt, Toastbrot, Brötchen – fein säuberlich ist der „Laden“ schon vor dem Ansturm der Gäste aufgebaut. Wer zuerst „einkaufen“ darf, entscheidet das Los. „So können alle in Ruhe essen und müssen nicht schlingen, damit sie am Ende noch etwas mitnehmen können“, erklärt Regina Voßberg das Prinzip.

Die 69-Jährige ist mit Leidenschaft dabei. Acht bis neun Frauen sind nötig, um einen Freitag zu stemmen – zwölf sind sie insgesamt. „Trotzdem schaffen wir es bis auf ein-, zweimal im Jahr jede Woche den Mittagstisch anzubieten“, betont die Rentnerin.

Auch Gemeindereferentin Wiltrud Hartmann ist stolz auf das Angebot der Pfarrgemeinde. Selbst Krisen meistern die Damen souverän, wie sie erzählt. Erst in der Vorwoche ging mitten im Betrieb die Spülmaschine kaputt. Ein Anruf reichte und eine weitere Küchenfee eilte von zuhause herbei, um abzuspülen.

„Wir sind einfach eine gute Truppe – jeder hat so sein Spezialgebiet“, sagt Regina Voßberg. Das von Astrid Saß ist der Nachtisch. Heute hat sie vier Bleche Apfelcrumble vorbereitet. Seit mehr als zehn Jahren sorgt sie für die Leckerei zum Abschluss. „Irgendwann habe ich mir gesagt, dass ich was für andere machen möchte“, erinnert sie sich an ihre Motivation.

Entlastung für den Geldbeutel

Die anderen, das sind Menschen wie Marie-Luise Sorgenfrei. Die 63-Jährige ist Hartz-IVEmpfängerin und nutzt das Angebot der Pfarrgemeinde regelmäßig. Denn vor allem am Monatsende ist das Geld knapp. „Es bringt ein bisschen Entlastung für mich und außerdem trifft man nette Menschen und kommt miteinander ins Gespräch“, sagt sie. Auch das Ehepaar Theus kommt fast jeden Freitag. Sie suchen vor allen Dingen die Gemeinschaft. Genau wie ihre Tischnachbarin. Die 74-Jährige lebt allein, genießt es ein bisschen zu klönen und einmal nicht selbst kochen zu müssen. Auch Marie-Luise Sorgenfrei genießt diesen Luxus, wie sie sagt. „Und schmecken tut es hier auch immer.“

Quelle: KirchenZeitung - Die Woche im Bistum Hildesheim | Nummer 10 · 9. März 2014
KirchenZeitung | Domhof 24 | 31134 Hildesheim
Download: Die Küchenfeen von St. Petrus

Nigeria-Mission

Neben unserem Weltladen unterstützen einige Gemeindemitglieder die Nigeria-Mission der Armen Dienstmägde Jesu Christi - ADJC - (Dernbacher Schwestern).

Im April 2006 hat Schwester Christeta Hess ADJC begonnen, in Nigeria eine Missions-Station für die Ärmsten der Armen aufzubauen. Schon mehrmals hat sie während ihres Heimaturlaubs, den sie bei ihrer Schwester Jutta Appelhans verbracht hat, in unserer Gemeinde über ihre Hilfsprojekte und über das enorme Wachstum der dortigen Gemeinschaft berichtet. Mit zwei Schwestern hat die Gründung in Nigeria begonnen und derzeit sind es rund 40 Schwestern; davon sind zehn noch in der Ausbildung, in Postulat und Noviziat.  

Nach der Rückkehr der beiden deutschen Schwestern nach Deutschland im Herbst 2014 haben die nigerianischen Schwestern auch die Leitung und die Ordensausbildung selbst übernehmen können. Sie sind dazu ausgebildet und über drei Jahre eingeführt worden, so dass die Mission sich jetzt selbstständig weiter entwickeln kann, allerdings immer in Kontakt und mit Unterstützung von Deutschland und der Gesamtkongregation.  

Durch die Unruhen in Nigeria, wo die Terrorgruppe Boko Haram sich seit 2012 stark vermehrt hat, haben mehrere Familien beschlossen, keine jungen Frauen in den Norden zu schicken, wo ja in Garam in der Nähe der Hauptstadt Abuja das Ausbildungshaus ist - es liegt eigentlich in der Mitte des Landes, aber weit entfernt vom mehrheitlich christlichen Süden.  Trotzdem wurden im März 2015 weitere 5 Aspirantinnen neu aufgenommen.  

Die Arbeit der Schwestern vom Haupthaus in Garam wie auch in den beiden Filialen im Südosten in Mgbele und im Südwesten in Ifetedo entwickelt sich gut weiter. Zu jedem Haus gehört eine Klinik, die - in Mgbele stationär, sonst mobil - die Kranken in dem vernachlässigten ländlichen Bereich versorgt und betreut. Es ist erstaunlich, wie sich diese einfachste Versorgung schon segensreich ausgewirkt hat. Mehrere Dörfer, die anfangs einmal in der Woche angefahren wurden, brauchen jetzt den Besuch nur noch einmal im Monat, neue Dörfer konnten hinzugenommen werden.  

Ebenso gibt es bei jedem Haus eine Schule, in Dörfern, wo Kinder sonst keine Chance zum Schulbesuch hatten. Es sind Vorschulen, wie hier ein Kindergarten, und eine Grundschule. Bald wird die Frage kommen, diese zur Sekundarschule aufzustocken. An allen Schulen unterrichten Lehrerinnen und Lehrer sowie Schwestern.  

Jedes Haus hat eine Farm, um einen Teil des eigenen Bedarfs und des Bedarfs an Nahrungsmitteln für die Armenpflege zu erarbeiten.  

Im Kinderhaus in Mgbele leben z.Zt. 16 Waisenkinder. Einige sind körperlich und geistig behindert. Ein Bungalow wurde gebaut, in dem die älter werdenden Behinderten auf Lebenszeit betreut werden können. Derzeit sind es  zwei Jungen und drei Mädchen, die nicht selbständig werden können.  

In Garam gibt es außerdem ein Projekt für arme Witwen, denen durch Kleinkredite der Aufbau einer Existenz ermöglicht wird, und ein Projekt für Lehrlinge in Hauswirtschaft. Ältere Mädchen, die bislang keine Schule besuchen konnten, werden als "Power-Girls"an Samstagen zu Themen wie Hygiene, Gesundheit und Ernährung unterrichtet.  

Alle Bereiche sind in ständigem Wachstum begriffen. Hoffentlich wird durch den neuen Präsidenten und die Veränderungen im Staat langsam eine Besserung der Sicherheitslage erreicht. Es fiel den deutschen Schwestern nicht leicht, das Begonnene allein zu lassen - aber sie vertrauen darauf, dass mit Gottes Segen und der Unterstützung vieler guter Menschen alles weiter wachsen kann.  

Wenn Sie sich weiter informieren möchten, schauen Sie doch bitte auf die deutsche Homepage   www.adjc-nigeria.com  wo Sie immer die aktuellsten Informationen über den Einsatz in Nigeria lesen können.   

Sr. Christeta Hess

Sr. Christeta Hess

Kloster in Garam

Konvent Garam 2014

Nigeria 3 Konvente

Weltladen

Seit 25 Jahren aktiv für fairen Handel
Weltladen der St. Petrus Gemeinde hat Jubiläum

Seit 25 Jahren setzen sich Männer und Frauen aus der katholischen St. Petrus Gemeinde aktiv für den Gedanken des fairen Handels ein.

Was anfangs mit dem Verkauf von Kaffee und Honig an einem mobilen Stand bei Gemeindefesten und nach dem Gottesdienst begann, hat sich seit Jahren zu einen attraktiven Ladenlokal gemausert und ist zu einem beliebten Treffpunkt der Gemeinde geworden.

Die Idee des fairen Handels besteht darin, den Bauern faire Erzeugerpreise zu bezahlen, was ihnen ein Leben ohne bittere Armut und für ihre Kinder Schulbildung und Gesundheitsvorsorge ermöglicht. Es handelt sich dabei um Kleinbauern, die Kaffee, Tee, Kakao, Honig und viele weitere Produkte auf den Markt bringen müssen und dabei dem Diktat der Weltmarktpreise unterworfen sind. So werden die fair gehandelten Produkte zwar meist etwas teurer sein, aber dafür achtet man auf nachhaltige Produktion und die angebotenen Waren sind  fast immer auch nach ökologischen Kriterien produziert.

Der größte Erfolg für alle, die seit vielen Jahren  im fairen Handel aktiv sind,  ist es, dass die Waren inzwischen auch bei vielen Supermärkten fest im Sortiment angeboten werden. Denn alle wissen natürlich, dass ein ehrenamtlich betriebener Laden – auch wenn er gute Umsätze erzielt – nicht wirklich die Handelswege verändern kann. Das können nur aufgeklärte und bewusst einkaufende Verbraucher, deren Zahl aber immer größer wird. Dazu einen kleinen Beitrag geleistet zu haben, darauf sind die Mitarbeiterinnen des Weltladens in St. Petrus stolz. Zusätzlich freuen sie sich darüber, mit dem Gewinn, der durch die ehrenamtliche Arbeit anfällt, neben anderem regelmäßig zwei Projekte in Nigeria und in Bolivien unterstützen zu können, bei denen es vor allem um bessere Lebensbedingungen sehr armer Kinder geht.  

Magdalena Saulich

Schauen Sie mal vorbei!
 Renate Riedel

Partnerschaft in Bolivien mit dem Schulzentrum der Ortschaft Caiza „D“

Hilfsprojekt Schulzentrum Caiza „D“ / Bolivien Der belgische Pater Mestrio Bruir war etwa 1959 in Bolivien und untersuchte die Möglichkeiten, in einer armen Region Boliviens den Kindern eine Schulbildung möglich zu machen. Der damalige Bischof von Potosi verwies ihn auf die Umgebung von Caiza „D“.( Der Zusatz „D“ dient zum Unterscheiden zwischen 4 unterschiedlichen Caiza-Orten in Bolivien. Caiza „D“ ist der vierte und erhielt deshalb den Zusatz „D“.

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