72h-Aktion: #72hSustainability

In 72 Stunden die Welt verbessern! Geht das überhaupt?

Unter diesem Motto wollen die Jugendlichen der katholischen Kirche St. Petrus in Buchholz vom 23.05 – 26.05.19 die bundesweite 72-Stunden-Sozialaktion des Bund deutscher katholischer Jugend (BDKJ) aktiv mitgestalten. Nachhaltigkeit steht dabei im Fokus. Wie kann ich Plastik beim Einkaufen vermeiden? Kann ich Obst und Gemüse beim Bio-Bauern um die Ecke besorgen? Muss ich wirklich Lebensmittel wegschmeißen?

Die Jugendlichen wollen einladen: Am 26.05.19 um 9:30 Uhr die Aktion mit dem Gottesdienst in der katholischen Kirche in der Lüneburger Str. 23 zu beginnen. Anschließend geht es ab 10:45 Uhr weiter. Bei einer „Schnippel-Party“ auf dem Gelände der St. Petrus Gemeinde sind alle herzlich eingeladen gemeinsam regional zu kochen. Gegen 13 Uhr soll zusammen gegessen werden. Für Rahmenprogramm wird gesorgt sein. Damit am Ende nichts weggeschmissen werden muss, bitten wir Sie an Behältnisse zu denken!  Jeder ist eingeladen, jung und alt, über die verschiedenen Religionen hinaus.

Für Bischof Heiner aus dem Bistum Hildesheim, zu dem Buchholz gehört, ist es ein starkes Zeichen. Dem BDKJ sagte er: „ Bei der 72-Stunden-Sozialaktion können junge Menschen ein starkes Zeichen der Nächstenliebe und des Engagement setzten.“ Und Oliver Holzborn, Priester der katholischen Gemeinde in Buchholz ist begeistert: „Ich freue mich auf ein aufregendes Wochenende mit den Jugendlichen.“

Die Jugendlichen werden diese Seite nutzen um über Ihre Erfahrungen und Erlebnisse zu berichten! Daher schauen Sie gern regelmäßig auf dieser Webseite vorbei!

Donnerstag

Am Donnerstag gegen 18 Uhr haben wir unsere 72h-Aktion gestartet. Der erste Abend war geprägt durch den Einkauf für das Abendessen - natürlich im Bioladen in Buchholz. Danach wurde das Gemüse geschält und kleingeschnitten, sodass wir sehr leckeres Ofengemüse essen konnten. Im Anschluss wurden die nächsten Tage und Aktionen zum Thema #72hSustainability geplant.

Freitag

Es sollte ein langer und interessanter Tag werden. Ob uns das bewusst war, als wir in den Tag starteten?

Um 10 Uhr herrschte kreative Arbeitsphase im Atrium. Stifte liegen auf dem Boden, Kartons werden zu Plakaten umgewandelt und wir machten uns bereit für #fridaysforfuture! Um 12 Uhr sollte die Demo auf dem Schützenplatz starten. Bis dahin bastelten wir Plakate mit provokanten Sprüchen um der Bundesregierung unsere Meinung zu sagen:

  • Und diese Biene die ich meine ist jetzt TOT
  • Oma, was ist eigentlich ein Schneemann?
  • Make the planet GREEN again

Wir waren bereit für die Demo. Gestärkt, durch ein leckeres Mittagessen bei unserem Mittagstisch der Gemeinde, zogen wir los und schlossen uns dem Zug an. „Biene, Biene, Summ, Summ“ oder „Schwänzen in der Schule, streiken im Betrieb, das ist unsere Antwort auf eure Politik“ waren dabei nur zwei Sprüche die wir riefen.

Um 14 Uhr war die Demo vorbei, doch der Tag noch voll im Gang. Es standen noch informative Exkursionen auf dem Programm. Hierzu zählte der Bio Hof Hermannshof in Wistedt und ein Unverpacktladen in Hamburg auf dem Programm. Dazu teilten wir unser Gruppe. Es war sehr interessant, den Hof mit dem Landwirt zu erkunden. Aber auch Biolandwitschaft ist nicht komplett nachhaltig. Stefan Peters, der Landwirt des Hofes, sprach an, dass der hohe Plastikverbrauch auch in der biologischen Landwirtschaft nicht zu vermeiden sei. Wir kauften regionale Lebensmittel und fuhren zurück nach Buchholz.

Um 18:30 Uhr fand der Freitagsgottesdienst in Buchholz statt - an dem wir natürlich teilnahmen. Nach dem Gottesdienst gab es endlich Essen. Es gab Omlett mit Brot und Salat. Natürlich alles mit regionalen Produkten.

Gegen 22 Uhr ließen wir müde und zufrieden den Tag ausklingen.

Samstag

Heute haben wir nach dem Frühstück die Zahnputztabletten genutzt. Eine doch recht ungewohnte Methode Zähne zu putzen! Danach ging es für eine Delegation auf den Markt, um auch hier noch ein wenig einzukaufen und gleichzeitig noch ein wenig Werbung für unsere morgige Aktion zu machen. Den Vormittag schlossen wir mit einer Probekochrunde und dem gemeinsamen Mittagessen mit Bischof Schwerdtfeger ab. Hier berichteten wir auch von unseren bisherigen Erlebnissen. 

Im Anschluss ging es für eine Delegation auf den Biohof in der Nähe von Klecken, der deutlich kleiner ist, als der Hermannshof - den wir Freitag besucht haben. Hier wird hauptsächlich in Handabreit gesäht, gejätet und geerntet. Neuster "Mitarbeiter" hier auf dem Hof ist ein kleiner Jätroboter. Mal schauen wo diese Entwicklung hinführt! Auch hier hatten wir interessante Gespräche und merkten schnell was für Unterschiede es in der biologischen Landwirtschaft gibt: Wussten Sie zum Beispiel, dass auch in der biologischen Landwirtschaft Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt werden dürfen - solang SIe auch in der Natur vorkommen (z.B. Kupferverbindungen)? Der Hof in Eckel verzichtet auf diese Art der Schädlingsbekämpfung. Aufgrund der Größe des Betriebes ist es hier besonders wichtig, einen verlässlichen Kundenstamm als Abnehmer zu haben. Daher wird hier ein Abokistenmodell verfolgt, in dem man wöchentlich, 14-tägig oder monatlich eine Kiste mit frischem Gemüse aus eigenem und regionalem Anbau geliefert wird.

Auf dem Rückweg ging es noch einmal zum Bioladen in Buchholz um die letzten Lebensmittel zu besorgen, die wir am Sonntag verarbeiten werden. Am Abend stand der Aufbau für Sonntag auf dem Programm, sodass wir alle kaputt auf die Isomatten fielen.

 

Sonntag

Der Sonntag begann mit der Hl. Messe in der St. Petrus Kirche. Diese wurde von einer Jugendband begleitet. Nach der Messe wurden alle Besucher eingeladen in das Pfarrheim mitzukommen, um hier gemeinsam zu kochen und sich über unsere Erlebnisse während der 72h-Aktion zu informieren. Nach dem "schnippeln" musste die Suppe natürlich erstmal kochen. Diese Zeit wurde für ein Nachhaltigkeitsquiz genutzt, bei dem sicherlich jeder etwas Neues lernen konnte. Der Mittag endete mit dem Essen der gemeinsam gekochten Suppe und zum Nachtisch gab es Apple-Crumble. Die übrig gebliebenen Lebensmittel wurden verteilt, sodass wir bis zum Schluss nachhaltig waren.

 

So endete dann auch unsere 72h-Aktion!

 

Vielen Dank an alle Unterstützer und die Offenheit der besuchten Läden und Höfe! Wir konnten wirklich viel neues Lernen und sind uns der Natur noch bewusster geworden!